Bewertung/Benotung

Noten …

gibt es in der Gemeinschaftsschule erst ab Klasse 8, oder wenn die Eltern diese erfahren möchten. Das hat einen bedeutenden Grund: Wissenschaftler und Praktiker wissen schon lange, dass Noten nicht unbedingt gerecht und auch nicht sehr aussagekräftig sind. Außerdem können Ziffernnoten die Motivation zum Lernen oftmals eher verringern statt zu steigern.

Statt mit klassischen Noten zeigen wir den Schülern durchgehend bis Klasse 10 mit anderen Rückmeldeformen, was sie schon können und was sie noch lernen oder üben müssen. Dafür wurde ein Bewertungsraster entworfen, das Kompetenzen beschreibt. Hier ein Beispiel aus dem Fach Deutsch, Klasse 5:

Kompetenzen:

0 + ++
Ich beherrsche die Groß- und Kleinschreibung.
Ich beherrsche die Getrennt- und Zusammenschreibung.
Ich kann Wörter mit Dehnungs-h korrekt schreiben.
Ich kann Wörter mit ck korrekt schreiben.
Ich kann Wörter mit Doppelkonsonanten korrekt schreiben.

Im Gegensatz zu der “einen Ziffer” im klassischen Notensystem, lässt dieses Raster einen detaillierten Blick auf den Lernstand zu und gibt die Möglichkeit, gezielt zu arbeiten.

Was die Wertungszeichen bedeuten:

++       kann besonders gut
+         kann gut
0         kann teilweise
–          hat noch Schwierigkeiten
—        kann nicht

Lernentwicklungsbericht vs. Zeugnisse

Zum Halbjahr und Schuljahresende erhalten Schüler einen Lernentwicklungsbericht, der aussagekräftiger als das klassische Zeugnis ist. Darin werden erreichte Kompetenzen und gelernte Inhalte im jeweiligen Lernniveau beschrieben. Ab Klasse 8 wird für jedes Fach zusätzlich eine Ziffernnote ausgewiesen (auf ausdrücklichen Elternwunsch auch schon früher). Im Abschlussjahr gibt es herkömmliche Zeugnisse.

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